Gnosis und Christentum

Gnosis und Christentum

Christoph Markschies

Gnosis ist bis auf den heutigen Tag eine der attraktivsten Religionsformen. Zugleich ist aber nach wie vor umstritten, wie sie entstand und wie sie sich in der Antike entwickelte. Der bekannte Gnosis-Forscher Christoph Markschies, Berliner Kirchenhistoriker und Universitätspräsident, legt im vorliegenden Band einige seiner neueren allgemeinverständlichen Studien vor. Sie zeigen klar, dass sich die Gnosis innerhalb des Christentums entwickelte, machen aber auch deutlich, warum sie sich aus dem Christentum heraus entwickelte. Die Studien beschäftigen sich unter anderem mit der zentralen Frage, welche Funktion die umfangreichen mythologischen Erzählungen in gnostischen Texten haben, wieso Gnostiker Bilderbücher verwendeten und was Religionsphilosophen damals wie heute an dieser Bewegung fasziniert. Markschies versteht unter Gnosis einen ersten Versuch einer christlichen Religionsphilosophie, der aufgrund innerer systematischer Probleme scheiterte, aber dieses Scheitern so großartig zu inszenieren wusste, dass er als Religion ungewöhnlich erfolgreich – und zwar bis heute – reüssierte.


Autorenporträt

Christoph Markschies

Christoph Markschies, geboren 1962, Professor für Ältere Kirchengeschichte, ist seit 2006 Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin. Bei BUP erschienen: „Antike ohne Ende“ (2008), „Gnosis und Christentum“ (2009), „Was von Humboldt noch zu lernen ist“ (2010).