Umstrittene Säkularisierung

Umstrittene Säkularisierung

Soziologische und historische Analysen zur Differenzierung von Religion und Politik. Zweite, um ein Register ergänzte Auflage

Karl Gabriel / Christel Gärtner / Detlef Pollack (Hrsg.)

Die Säkularisierungsthese geht davon aus, dass Modernisierung in ihren unterschiedlichen Facetten zu einem Bedeutungsverlust von Religion und Kirche in der Gegenwart führt. Diese These ist zum Gegenstand kontroverser Diskurse geworden. Es mehren sich die Stimmen, die die gewachsene massenmediale Sichtbarkeit und die zunehmende politische Relevanz von Religionen anführen, um den in der Säkularisierungsthese unterstellten Zusammenhang zwischen Modernisierung und Säkularisierung in Frage zu stellen. Einige ihrer grundlegenden theoretischen Voraussetzungen werden kritisiert: Geht die Differenzierung von Religion und Politik, von Religion und Wissenschaft, Religion und Recht tatsächlich zwangsläufig mit dem Bedeutungsrückgang von Religion in modernen Gesellschaften zusammen? Der vorliegende Sammelband setzt grundlegende Aussagen der Säkularisierungstheorie der historischen Überprüfung aus. Soziologen und Historiker versuchen gemeinsam herauszufinden, inwieweit das für die letzten Jahrhunderte entworfene Bild einer zunehmenden Differenzierung von Religion und Politik der Revision bedarf.


Autorenporträt

Karl Gabriel

Karl Gabriel, bis 2008 Direktor des Instituts für Christliche Sozialwissenschaft an der Universität Münster und Mitglied des dortigen Exzellenzclusters „Religion und Politik“.

Christel Gärtner

Christel Gärtner, Privatdozentin und Nachwuchsgruppenleiterin der Graduiertenschule des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ an der Universität Münster.

Detlef Pollack

Detlef Pollack, Professor für Religionssoziologie und Principal Investigator am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Universität Münster.