Schiffbrüche

Schiffbrüche

Die Unglücksfahrt der Narváez-Expedition zur Südküste Nordamerikas 1528-1536

Álvar Núñez Cabeza de Vaca

»Als wir sahen, dass der Durst zunahm und das Wasser uns den Tod brachte, kamen wir überein, uns Gott unserem Herrn zu empfehlen, obwohl der Sturm noch nicht nachgelassen hatte. Wir wollten uns lieber auf das gefährliche Meer hinauswagen, als den sicheren Tod erwarten, den uns der Durst in Aussicht stellte.« Álvar Núñez Cabeza de Vaca

In diesem Klassiker der authentischen Abenteuer- und Reiseliteratur beschreibt der Konquistador Álvar Núñez Cabeza de Vaca die Ereignisse rund um den Feldzug von Kuba nach Florida im Jahr 1528 unter dem Kommando von Pánfilo de Narváez. Doch der Abenteurer schildert nicht nur die entbehrungsreiche und strapaziöse Expedition. Der Augenzeugenbericht enthält singuläre Eindrücke von exotischer Flora und Fauna und einzigartige und anschauliche Beschreibungen der Lebensumstände und der Sitten und Riten der unterschiedlichen und heute ausgestorbenen Ureinwohnerstämme. Cabeza de Vaca war gekommen um ein Land zu erobern, doch am Ende seiner Strapazen wird er eine der wichtigsten und unverstellten frühen Beschreibungen des nordamerikanischen Subkontinents angefertigt haben und unschätzbares Wissen für Generationen erhalten.


Autorenporträt

Álvar Núñez Cabeza de Vaca

Álvar Núñez Cabeza de Vaca wird um 1490 in Jerez de la Frontera geboren. Seine Familie entstammt dem niederen Adel. 1527/28 begibt er sich auf eine Expeditionsreise unter Pánfilo de Narváez, die von Hunger, Desertation und Versklavung nach einem Schiffbruch geprägt ist. Als einer der wenigen Überlebenden nach dem Schiffbruch, wahrscheinlich vor der heutigen texanischen Galveston Island, gelingt es ihm, nachdem er von Eingeborenen versklavt wurde, zu fliehen und sich bei einem anderen Stamm als Händler zu verdingen. Er begibt sich nach Jahren wieder in die Sklaverei, um mit anderen Spaniern eine Flucht zu planen. Nachdem diese gelungen ist, erreichen sie 1536 Mexiko-Stadt und können dem Vizekönig von ihren Erlebnissen in den letzten acht Jahren berichten. 1537 kehrt de Vaca nach Spanien zurück. Wird er 1540 noch zum Gouverneur der spanischen Kolonie im heutigen Paraguay benannt, stirbt er um 1557 verarmt in Spanien.