Der Malaiische Archipel

Der Malaiische Archipel

Die Heimat von Orang-Utan und Paradiesvogel. 1854-1862

Alfred Russel Wallace

Seit jeher steht Alfred Russel Wallace zu Unrecht im Schatten Charles Darwins und dessen Evolutionstheorie. Denn bereits 1858, ein Jahr vor Erscheinen „Über die Entstehung der Arten“ Darwins, fertigt Wallace sein Ternate-Manuskript zu den Mechanismen der Evolution an – die Ähnlichkeiten zu Darwins Überlegungen sind verblüffend. Dem Naturforscher ist darüber hinaus eine beeindruckende Sammeltätigkeit diverser Tier- und Pflanzenarten zuzuschreiben, die er während seiner Reisen zum Amazonas (1848-1852) und in den Malayischen Archipel (1854-1862) pflegt. Bei seinen Forschungen im Malayischen Archipel stellt er zudem die Hypothese einer biogeographischen Grenze (heute Wallace-Linie) auf, die die Übergangszone zwischen asiatischer und australischer Fauna markiert. Eines der bedeutendsten Bücher über die indonesischen Inseln, liegt hier gemäß der deutschen Erstausgabe ungekürzt in der Übersetzung von Adolf Bernhard Meyer von 1869 vor!


Autorenporträt

Alfred Russell Wallace

Alfred Russell Wallace (1823-1913) wurde in Usk, Monmouthshire geboren. Er arbeitete zunächst als Landvermesser, Zeichner und Kartograph. In Leicester machte er Bekanntschaft mit Henry Bates, der Wallaces Sammel- und Leseleidenschaft sowie dessen Begeisterung für die Reiseberichte Humboldts und Darwins teilte. Zusammen reisten sie 1848 nach Brasilien und erkundeten das Amazonasbecken. Wallace reiste 1852 zurück nach England und veröffentlichte seine Notizen. 1854 begab er sich für weitere Sammelarbeiten auf eine achtjährige Reise in den Malayischen Archipel, während der er seine Gedanken zur natürlichen Selektion nierderschrieb.