Die Erforschung der Ostküste Nordamerikas

Die Erforschung der Ostküste Nordamerikas

1604-1613

Samuel de Champlain / Udo Sautter (Hrsg.)

Samuel de Champlain kann als Gründer von Neufrankreich und als dessen erster Gouverneur bezeichnet werden, obwohl er diesen Titel nie führte. Vor allem in Kanada wird sein Vermächtnis mit der Bezeichnung »Le père de la nouvelle France« geehrt. 1603 unternahm er seine erste Reise in das heutige Kanada als Teilnehmer einer Pelzhandelsmission. Er war den St.-Lorenz-Strom aufwärts gefahren und zeichnete eine Karte des Seengebiets nach indianischen Auskünften. Infolge weiterer Missionen als Leutnant mehrerer Vizekönige von Neufrankreich veranlasste Champlain 1608 die Gründung von Quèbec. Auf der Seite huronischer Indianerstämme kämpfte er mit den Irokesen und der englischen Kolonialmacht, die Quèbec auch für kurze Zeit kontrollierte.


Autorenporträt

Samuel de Champlain

Samuel de Champlain (1574-1635) stammte vermutlich aus einer Seefahrerfamilie und machte erste Erfahrungen bei Fahrten in die Karibik und nach Mittelamerika auf dem Schiff seines Onkels. Seine Reisen und Missionen nach Nordamerika führten zur Gründung von Québec und Neufrankreich. Er wurde in Gefechten mit den Irokesen verwundet, studierte aber auch deren Lebensweise und die anderer Indianer und hinterließ uns mehrere Reiseberichte und ein Traktat über Führungsstil, Seemannskunst und Navigation.

Udo Sautter

Udo Sautter, geb. 1934 in Wiesbaden, ist ein deutscher Historiker, ehemaliger Hochschullehrer und Sachbuchautor. Er wurde 1961 an der Universität Tübingen zum Dr. phil. promoviert und absolvierte 1962 bzw. 1964 das 1. und 2. Staatsexamen. Von 1966-69 war er als Assistant Professor am Loyola College in Montreal tätig. Ab 1966 bis 1996 lehrte er zunächst als Assistant Professor, später als Full Professor an der University of Windsor. 1996 wurde Udo Sautter als Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Tübingen berufen und war dort bis zu seiner Emeritierung 2003 tätig.