Nervosipopel

Nervosipopel

Elf Angelegenheiten und weitere Prosa

Joachim Ringelnatz

»Nervosipopel« und andere Erzählungen und Grotesken aus dem Frühwerk zeigen Joachim Ringelnatz als modernen Prosaschriftsteller. Natürlich fehlen auch in seinem Erzählwerk nicht der für ihn so typische Humor und die feine Ironie, die seinen Gedichten ihren außergewöhnlichen Charme verleihen. »Nervosipopel« enthält die Erzählungen: »Abseits der Geographie, Der arme Pilmartine, Vom Zwiebelzahl, Vom Baumzapf, Das halbe Märchen Ärgerlich, Die Walfische und die Fremde» u. v. m. In »... liner Roma ...«, einem der ersten Großstadtromane der deutschen Sprache, versucht sich der Schriftsteller Gustav Gastein im Berlin der Goldenen Zwanziger über Wasser zu halten. Doch der wahre Protagonist ist Berlin, ein wunderbarer Moloch, bevölkert von Künstlern, Bohemiens und anderen Traumtänzern.


Autorenporträt

Joachim Ringelnatz

Hans Bötticher (1883–1934) alias JOACHIM RINGELNATZ’ Leben war überwiegend alles andere als »knallvergnügt«: Spross einer Künstlerfamilie, war ihm selbst erst spät und auch nicht dauerhaft literarischer Erfolg beschieden. Er litt zu Lebzeiten geradezu chronisch an Geldmangel, wozu der Umstand, dass er beruflich kaum Fuß fassen konnte, sein Übriges tat. Künstlerische Anerkennung als Schriftsteller, Kabarettist und Maler wurde ihm erst in seinen letzten Lebensjahren zuteil und seine Karriere kam durch das 1933 erteilte Auftrittsverbot durch die Nationalsozialisten gänzlich zu Fall. Er verstarb mit gerade einmal 51 Jahren in Berlin. Seine Gedichte zählen heute zu den populärsten der deutschen Lyrik.