Über das Seiende und das Wesen

Über das Seiende und das Wesen

Thomas von Aquin / Bruno Kern (Hrsg.)

Das Werk von Thomas von Aquin stellt einen Höhepunkt der Mittelalterlichen-Christlichen Philosophie, der Scholastik, dar. In dieser frühen Schrift, um 1255 entstanden, amalgamiert Thomas von Aquin auf eigenwillige Weise die Tradition des christlichen Denkens mit einer aus dem jüdischen und arabischen Kulturkreis stammenden Interpretation der aristotelischen Metaphysik. Im Denken seiner Zeit beginnen Glaube und Vernunft auseinanderzudriften, man beginnt sie als zwei unterschiedliche und – in letzter Konsequenz gleichrangige – Arten der Weltaneignung zu betrachten. Diesen Tendenzen und der, auf passiver Erkenntnis und göttlicher Erleuchtung beruhenden, augustinischen Tradition zuwider, entwickelt Thomas von Aquin eine produktiv-aktive, auf der abstrahierenden aristotelischen Methodik basierende, „Wissenschaft“ christlicher Erkenntnis.


Autorenporträt

Thomas von Aquin

Thomas von Aquin, 1225 (?) - 1274, trat gegen den Widerstand seiner Verwandschaft in den Dominikanerorden ein. Vor allen in Paris und Neapel wurde er bald zum bedeutendsten Theologen und Philosophen. Ausgehend von Aristoteles schuf er eine neue Synthese von Philosophie und christlichem Glauben und wurde damit ein Wegbereiter neuzeitlichen Denkens.

Dr. Bruno Kern

Bruno Kern, Dr. theol., geb. 1958 in Wien, studierte Philosophie und Theologie in Wien, Fribourg, München und Bonn. Er lebt als selbstständiger Lektor, Übersetzer und Autor in Mainz. In der von ihm herausgegebenen Kraus-Edition sind bisher erschienen: »Weltgericht« und »Die dritte Walpurgisnacht«.