Der Rabe im Römersaal

Der Rabe im Römersaal

und andere Frankfurter Sagen

Helmut Bode

Die Sage entführt uns in eine Welt jenseits des täglichen Einerleis, in der die Grenzen zwischen Wahrem und Wunderbarem verwischen und das nie Dagewesene sein Zuhause hat: Hier können Steine sprechen, Tiere nehmen plötzlich Menschengestalt an, verzauberte Schlösser werden vom diabolischen Geist ruheloser Seelen heimgesucht und Elfen, Kobolde und Einhörner bewohnen verträumt-entlegene Orte. Der vorliegende Band ist ein ganz besonderer Schatz: Basierend auf Quellen und älteren Sammlungen, sowie der großen Chronik des Frankfurter Patriziers und Chronisten Achilles August von Lersner, vereinigt er rund einhundert Sagen und sagenhafte Geschichten aus dem Frankfurter Raum, die von Helmut Bode in dichter, ausdrucksvoller Sprache neu erzählt werden – ein ergreifendes und bereicherndes Buch.

Wer Frankfurt liebt, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen: Freudige,traurige, schauerliche oder wunderbare Sagen werden hier in einer Sprache erzählt, die von lächelndem Humor erfüllt ist, und den Leser mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit der Stadt am Main: Wir lernen Fastrada, die bildschöne Frau Karls des Großen, und ihren Zauberring kennen, erfahren, was es mit dem goldenen Hahn auf der Mainbrücke auf sich hat, warum der Rabe in den Römersaal kam und dass der Doktor Faust auch in Frankfurt einst sein Unwesen getrieben hat. Der Sagenkosmos, der vor unserem inneren Auge ausgebreitet wird, umfasst Geschichten aus der Karolinger- und der Kaiserzeit, aus Sachsenhausen und dem Frankfurter Wald, aus Frankfurts Norden und Überlieferungen „links und rechts vom Main“.


Autorenporträt

Helmut Bode

Der gebürtige Kronberger Helmut Bode (1910-1988) machte nach dem Abitur eine Buchhändlerlehre in einer großen Frankfurter Verlagsbuchhandlung. Nach Kriegsende arbeitete er zunächst als Lektor im Barbier-Verlag. In den fünfziger Jahren war er für die Zeitschrift Das Bücherschiff tätig, die Werke aus dem Kanon der Weltliteratur rezensierte. In den siebziger Jahren zog Bode sich aus dem Verlagsgeschäft zurück und widmete sich ausschließlich der Erforschung der Kronberger Geschichte. Für die Verdienste, die er sich im Zuge dessen erwarb, wurde er mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Kronberg ausgezeichnet. Er hat zahlreiche Bücher zu hessischen Fabeln, Sagen und Erzählungen veröffentlicht.