Romantikerin mit spitzer Feder

Romantikerin mit spitzer Feder

Briefe und Literatur

Caroline Schlegel-Schelling / Nikolas Immer (Hrsg.)

Die Anthologie präsentiert neben einer Auswahl aus Carolines Briefen auch Auszüge aus ihren weniger bekannten literarischen und literaturkritischen Arbeiten.

Caroline Schlegel-Schelling (1763-1809) zählt zu den bekanntesten Schriftstellerinnen der deutschen Romantik. Nach bewegten Jugendjahren kommt sie 1796 als Gattin August Wilhelm Schlegels nach Jena, wo sie die literarische Entwicklung des frühromantischen Kreises nachhaltig beeinflusst. Ihre schöngeistigen Salons befördern den literarischen Austausch und beleben den geselligen Umgang, auch wenn sie aufgrund ihrer spitzen Kommentare schon bald den Spitznamen „Dame Luzifer“ erhält. Während sich andere Schriftstellerinnen wie Dorothea Veit oder Sophie Mereau als romantische Autorinnen profilieren, tritt Caroline eher als „Briefkünstlerin“ in Erscheinung. Ihre zahlreichen Briefe vermitteln nicht nur ein komplexes Bild der kulturellen und gesellschaftlichen Lebensbedingungen um 1800, sondern dokumentieren auch ihr lebhaftes Interesse an den literarischen Neuerungen ihrer Gegenwart.


Autorenporträt

Nikolas Immer

Nikolas Immer, 1978 geboren, arbeitet als Germanist an der Universität Trier. Er promovierte 2008 mit der Arbeit „Der inszenierte Held. Schillers dramenpoetische Anthropologie“. Nikolas Immer ist Mitarbeiter an der „Schiller- Nationalausgabe“ und der „Oßmannstedter Wieland-Ausgabe“. Er verfasste mehrere Beiträge zur Literatur zur Goethezeit sowie Aufsätze zu Stefan George, Rolf Hochhuth und Monika Maron. In seinen Forschungen beschäftigt er sich ferner mit der Literatur der Weimarer Klassik und der Romantik, mit der Ästhetik des Heroismus sowie mit lyrischen Erinnerungsformen. Neben einer Sammlung von Goethe- und Schillerzitaten, „Klassische Gedanken“, ist von ihm in der Weimarer Verlagsgesellschaft u. a. eine Anthologie zu Caroline Schlegel Schelling, „Romantikerin mit spitzer Feder“, erschienen, sowie zu Dorothea Schlegel, „Romantische Herzenskultur“.