Ich wünschte, ich wäre hier

Ich wünschte, ich wäre hier

Langeweile im Zeitalter des Internets / Eine Philosophie

Mark Kingwell / Andreas Simon dos Santos (Übers.)

Bald wieder erhältlich für 18,00 €

„Wir können uns wahrhaft in der Langeweile wiederfinden, entdecken, was wir kurzzeitig verloren haben. Das ist: Zu wissen, was wir mit uns selbst anfangen sollen.“ Mark Kingwell

„Ich wünschte, ich wäre hier“ bietet eine dringende und aktuelle politische Analyse der Langeweile, die unser ständiges, alltägliches Eintauchen und Versinken in digitale Medien dominiert sowie dessen tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Persönlichkeit. Mark Kingwell setzt bei einer philosophischen Analyse von Langeweile und Glück an, um die drängenden Probleme der Bildschirmabhängigkeit und die Verlockung von Online-Empörung zu untersuchen. Ohne zu moralisieren, nimmt Kingwell die Möglichkeit ernst, dass die gegenwärtigen Lebens- und Verbindungsbedingungen aus-gehöhlte, von der Außenwelt abgeschiedene menschliche Ichs schaffen. Während das Scrollen, Wischen und Klicken zielgerichtete Handlungen wie das Verbinden mit anderen Personen suggerieren, argumen-tiert Kingwell, dass wiederholte Fingerklicks lediglich den Schatten einer Bedeutung liefern, indem sie uns auf Datenfragmente, Twitter-Feeds, Instagram-Posts, Einkaufspräferenzen und Texttrends reduzieren, die von Algorithmen erfasst werden.Kingwell untersucht die Ursprünge und Auswirkungen von Langeweile, um aufzuzeigen, wie wir Verhältnisse für ein reicheres und bedeutungsvolleres Leben schaffen können. Eine Lösung sieht er in der Philosophie und einer »kreativen Langeweile«.Verständlich geschrieben, wird dabei sowohl auf die klassischen Philosophen als auch auf zeitgenössische Kritiker verwiesen.




Pressestimmen

„Wir können uns wahrhaft in der Langeweile wiederfinden, entdecken, was wir kurzzeitig verloren haben. Das ist: Zu wissen, was wir mit uns selbst anfangen sollen.“

Mark Kingwell

Autorenporträt

Mark Kingwell

Mark Kingwell, geb. 1963, ist Professor für Philosophie an der University of Toronto. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in Sozialtheorie, Politischer Philosophie, Ästhetik und Popkultur. Er ist Mitglied der Royal Society of Canada und wurde mehrfach für seine wissenschaftliche Arbeit und Lehre ausgezeichnet. Seine zahlreichen Essays und Artikel erscheinen u. a. im Harper’s Magazin und seine Monografien wurden in zehn Sprachen übersetzt, darunter Better Living (1998), The World We Want (2000). Auf Deutsch erschien zuletzt Nach der Arbeit (Nicolai P&I, 2018).

Andreas Simon dos Santos

Andreas Simon dos Santos hat in Münster und Berlin Anglistik, Italianistik und Politologie studiert. Er arbeitet als Übersetzer, Redakteur, Texter, Korrektor und Ghostwriter.