Das helle Herz des Balkans

Das helle Herz des Balkans

Geschichten zwischen Adria und Istanbul. Mit einem Vorwort von Karl-Markus Gaus

Nik Antoniadis / Nele Gülck (Fotogr.)

»Die Balkanroute ist geschlossen« – so ist er in aller Munde, der Balkan – doch wie wenig nur wissen wir von ihm: der oh, so dunkle Balkan liegt irgendwo am Rande Europas, behaftet mit Klischees zwischen Nosferatu und Nixtu. Es wurde Zeit für ein Buch, das Licht ins Dunkel unserer Unkenntnis bringt: »Das helle Herz des Balkans« zeigt die Vielfalt dieser Region und ihre Widersprüche, Schönheiten und Abgründe, erzählt von den Hoffnungen und Sehnsüchten der Menschen. Nik Antioniadis und Nele Gülck folgen dabei der antiken Römerstraße Via Egnatia, welche der direkte Weg zwischen Rom und Konstantinopel war und den Balkan von der Adria bis zum Marmara-Meer, vom albanischen Dürres bis nach Istanbul quert. Diese Straße war eine kulturelle Hauptschlagader, die den Balkan als gemeinsamen Kulturkreis durchblutet, sie verbindet Albanien, Mazedonien, Griechenland, Bulgarien und die Türkei. Auf diesem Weg begegnen ihnen Menschen und Geschichten: Nik Antoniadis erzählt u. a. von rauchenden Destillen, bunten Ein-Mann-Bunkern, christlichen Kreuzen an muslimischen Wänden, abgelegenen Weingütern, der griechischen Kunst der Improvisation, überraschenden Bierkulturen, Stränden, Promenaden und Nippes-Läden, Heilquellen, Maximilian Schell und Melina Mercouri, von Mokka und Roma und vom Design in Istanbul. Der Balkan in seinen bunten Facetten: Geschichte, Tradition und Gegenwart einer ziemlich unbekannten Region, Berichte von einem manchmal doch recht schrägen, oft kargen Alltag von Menschen, die das Lachen trotzdem nicht verlernen.




Autorenporträt

Nik Antoniadis

Nik Antoniadis, 1971 in Bonn geboren, studierte Geschichte (mit Schwerpunkt jüdische Geschichte und Israel) und Islamwissenschaft, 1996/97 Studienaufenthalt in Nahost (Israel/Palästina, Syrien, Jordanien), seit 2007 freier Autor u.a. für »Die Zeit, Szene, Weekender, Geo«.

Nele Gülck

Nele Gülck arbeitet seit ihrem Studium des Kommunikationsdesign/Fotografie in Hamburg und am Delaware College of Art und Design/USA als freie Fotografin; ihre Arbeiten wurden u.a. für den Aenne Biermann Preis und den Pozna Photo Diploma Award nominiert, zahlreiche nationale und internationale Einzel- und Gruppenausstellungen.

Karl-Markus Gauss

Karl-Markus Gauss geboren 1954 in Salzburg, Autor und Herausgeber der Zeitschrift »Literatur und Kritik«; zahlreiche Auszeichnungen, u.a. erhielt er den Johann-Merck-Preis. Bei Zsolnay erschienen zuletzt »Ruhm am Nachmittag, Das Erste, was ich sah» und 2015 »Der Alltag der Welt«.