Wanderin mit dem Wind

Wanderin mit dem Wind

Reisetagebücher in Briefen. 1911–1917

Alexandra David-Néel | Detlef Brennecke (Hrsg.)

Kaum eine andere Frau Anfang des 20. Jahrhunderts verspürte die tiefe Sehnsucht nach fremden Orten (und vor allem dem asiatischen Kontinent) mehr als die Französin Alexandra David-Néel. Die damalige Opernsängerin, Journalistin und Schriftstellerin (verlässt ihren Ehemann und) begibt sich 1911 auf eines ihrer größten Abenteuer. Sie reist nach Indien, Sikkim und Tibet, erforscht später Japan, Korea und China. In Indien findet sie im Buddhismus philosophische Einsicht und gibt sich mehr als ein Jahr lang der Isolation hin – auf einer kleinen selbsterbauten Hütte 4000 m hoch im Himalaya, wo sie meditierte und philosophierte. Ihre einzigartigen und beeindruckenden Erlebnisse hält sie in zahlreichen Briefen an ihren Ehemann Philippe Néel fest, die in diesem Buch zu finden sind. Ihre poetischen Beschreibungen von Menschen und Landschaften zeigen ihre starke innere Verbundenheit zum damals noch in einigen Teilen unerforschten Kontinent Asien. Néel war nicht nur eine weltweit geachtete Orientalistin und Reiseschriftstellerin, sondern galt auch als die Frau, die durch ihre Berichte und Erfahrungen erstmals Einblicke in die verborgene Welt des Buddhismus gab.




Autorenporträt

Alexandra David-Néel,

Alexandra David-Néel, geboren am 24. Oktober 1868 in Paris, Forschungsreisende, Gelehrte, international erfolgreiche Autorin von über 30 Büchern, studierte von 1888 bis 1890 als erste Frau an der Sorbonne und am Pariser Institut für orientalische Sprachen und debütierte 1895 erfolgreich als Opernsängerin in Hanoi. Den größten Teil ihres Lebens verbrachte sie in Asien. In Tibet wurde sie als erste Europäerin in den Stand eines Lama erhoben. Am 8. September 1969 starb sie im Alter von 100 Jahren im südfranzösischen Digne-les-Bains.

Detlef Brennecke

Detlef Brennecke (Jahrgang 1944) war in seiner Jugend Filmschauspieler in Berlin, lehrte später als Professor für Skandinavistik in Frankfurt am Main. Schon lange fasziniert ihn das Leben der Abenteurer und Entdecker. Daher nehmen unter seinen Büchern, die in etliche Sprachen übersetzt worden sind, die Biografien über Roald Amundsen, Sven Hedin und Fridtjof Nansen einen besonderen Platz ein. 1988 wurde er von der Schwedischen Akademie mit dem Preis der Stiftung »Natur und Kultur« ausgezeichnet. Inzwischen hat er eine Reihe von Bänden in der Edition Erdmann betreut.