Mit Motorboot und Schlitten in Grönland

Mit Motorboot und Schlitten in Grönland

„Deutsche Grönland-Expedition Alfred Wegener“ 1929

Alfred Lothar Wegener

Die Gebiete des Nord- und Südpols stehen zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Fokus der Forschungsreisen. Wegener unternimmt zu dieser Zeit seine erste Grönland-Expedition unter der Leitung von Mylius-Erichsen. Von Grönland fasziniert, plant er weitere Forschungsreisen in das Gebiet. Seine für 1930 angelegte Hauptexpedition, die gleichzeitig seine letzte sein wird, sol neue Ansätze in der Klimaforschung liefern. Damit ein Jahr lang die meterologischen Verhältnisse in Grönland beobachtet und aufgezeichnet werden können, leitet Wegener 1929 eine Vorexpedition in das grönländische Inlandeis. Die Aufstiegsroute wird erkundet, Depots werden angelegt, erste Messungen durchgeführt und die Motorschlitten getestet. Doch was von langer Hand geplant ist und in der Theorie funktionieren soll, entpuppt sich schnell als strapaziöses Unterfangen.




Autorenporträt

Alfred Lothar Wegener

Alfred Lothar Wegener wurde 1880 in Berlin als Kind einer Pastorenfamilie geboren. Von 1900-1904 studierte er in Berlin, Heidelberg und Innsbruck Astronomie, Geophysik und Meteorologie. Vor Ausbruch des 1. Weltkriegs fing Wegener an, an der Uni Marburg zu lehren und unternahm bereits zwei Grönland-Expeditionen. Er wurde Professor an den Universitäten in Hamburg und Graz und veröffentlichte zahlreiche Forschungsarbeiten. Von besonderer Bedeutung ist seine Theorie der Kontinentalverschiebung. Wegener verünglückt 1930 bei seiner Hauptexpedition zum Inlandeis Grönlands tödlich.