Eisenbahner gegen Hitler

Eisenbahner gegen Hitler

Widerstand und Verfolgung bei der Reichsbahn 1933-1945

Alfred Gottwaldt

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Die Funktion der Reichsbahn in Eroberungskrieg und Judenmord gehört zu den Schattenseiten der deutschen Technikgeschichte zwischen 1933 und 1945. Doch es gab unter einer Million deutscher Eisenbahner immer auch Männer, die ihren Eigensinn behielten und widerstanden: Durch den Druck von Flugblättern, durch Hilfe für Verfolgte, durch Weitergabe geheimer Informationen und sogar durch Sabotage. Viele von ihnen wurden ertappt und hingerichtet. Der Band stellt erstmals Hunderte von Namen aus dem Widerstand bei der Deutschen Reichsbahn zusammen. In 25 biografischen Einzelstudien werden zudem die Lebensläufe von bekannten wie von unbekannten Gewerkschaftern, Sozialdemokraten, Kommunisten und engagierten Christen bei der Staatsbahn exemplarisch beschrieben. Ihre „Taten“ waren höchst unterschiedlich – und wurden mit Zuchthaus oder Fallbeil geahndet.




Pressestimmen

"Der Autor hat sich verdienstvoll eines Themas angenommen, das bisher sehr wenig behandelt wurde. Dabei konnten viele Details aus veröffentlichtem und unveröffentlichtem Material zusammengetragen, lokal- und regionalgeschichtliche Bezüge hergestellt werden. (...) Äußerst hilfreich ist das Personenregister, das dem Leser ermöglicht, der Vielzahl der beteiligten Personen nachzugehen."

Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts März 2010

"(…)Eine Ehrenrettung, für Menschen die vergessen wurden."

taz, 2.10.09

Autorenporträt

Alfred Gottwaldt

Dr. Alfred Gottwaldt, Jahrgang 1949, Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und der Neueren Geschichte in Frankfurt am Main, seit 1983 Leiter der Abteilung Eisenbahnwesen im Deutschen Technikmusum Berlin, ist durch zahlreiche Publikationen zur Eisenbahngeschichte hervorgetreten: Veröffentlichungen über den Bau der deutschen Kriegslokomotiven des Zweiten Weltkriegs unter Rüstungsminister Albert Speer, eine Biographie des Reichsverkehrsministers Julius Dorpmüller, eine grundlegende Chronologie der „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941-1945 (mit Diana Schulle) und ein Buch über die Judenpolitik des Reichsverkehrsministeriums mit dem Titel „Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“.