Eine Nacht im Jägerhaus

Eine Nacht im Jägerhaus

und weitere Novellen

Christian Friedrich Hebbel

Bald wieder erhältlich für 3,95 €

Christian Friedrich Hebbel – aus kleinsten Verhältnissen stammend, der Freitischstipendiat auf dem alltäglichen Gang zur „Hinrichtung seinesinneren Menschen“, der Not leidende Deutschlandwanderer und frierende Mansardenbewohner – war nicht nur einer der größten Dramatiker,sondern vor allem einer der sprachmächtigsten und gedankenreichsten Dichter des 19. Jahrhunderts. Seine Erzählungen und Novellen sind geprägt von E.T.A. Hoffmann, Jean Paul und Ludwig Tieck. Darin herrscht das Groteske und Schauerlich- Gespenstische vor. Anna, Matteo, Die Kuh u.a. sind Novellen, in der der „Pragmatismus des Zufalls“ eine Kettenreaktion des Unheils bewirkt und an den verstörten Menschen und rasanten Vorgängen eine aufreizende Diskrepanz von Ursache und Folge, Anlass und Ausbruch in Erscheinung tritt. In Schnock oder Nepomuck Schlägel herrscht der „komische Mensch“ vor und zeigt in immer neuen Begebenheiten einen „verrückten“ Charakterzug. Für Hebbel galt es in diesen erzählerischen „Nachtstücken“ die „Anomalien“ des Seins - in ihrer Vergnüglichkeit, aber auch in ihrer Entsetzlichkeit – zu zeigen.




Autorenporträt

Christian Friedrich Hebbel

Christian Friedrich Hebbel (1813-1863) verbrachte eine ärmliche Jugend als Sohn eines Tagelöhners und kam nach dessen Tod als Botenjunge und Schreiber zum Kirchspielvogt J.J.Mohr. Dort bildete er sich autodidaktisch weiter und studierte von 1836-1839 in Hamburg und München zunächst Jura, später Geschichte, Literatur und Philosophie unter äußerst dürftigen Verhältnissen; 1842-43 Stipendium in Kopenhagen; 1843-44 Aufenthalt in Paris; dort Bekanntschaft mit Heine; 1844/45 Italienreise; ab 1845 in Wien, wo er sich schließlich eine geachtete, doch nie unumstrittene Position erkämpfte: Als Dramatiker galt er als legitimer Nachfolger Schillers und Kleists, als Lyriker spannte er eine Brücke zwischen Goethe und George, als Prosaist war er einer der Begründer der Kurzgeschichte.