Der Teufel, den man Venus nennt

Der Teufel, den man Venus nennt

Gedichte und Erzählungen

Heinrich Heine

Zur Leseprobe

Kein deutscher Dichter hat mit solch zynischer Inbrunst und sprachlicher Brillanz sein Land porträtiert, kaum ein Lyriker der Frau in so ehrerbietig-frivolen Versen ein Denkmal gesetzt wie Heinrich Heine. Als Jude unentwegt Anfeindungen ausgesetzt, von Kirche und Staat wegen seiner politisch-religiösen Einstellung ausgegrenzt und auf den Index gesetzt, polemisierte er in seinen zahlreichen Gedichten, feuilletonistischen Abhandlungen und Prosatexten mit gallig-pointiertem Witz gegen den kleinbürgerlich-bigotten Geist einer ganzen Epoche und erschrieb sich so einen festen Platz in der Weltliteratur. In der vorliegenden Anthologie sind versammelt: Neue Gedichte, Reisebilder, Deutschland. Ein Wintermärchen, Der Rabbi von Bacherach und andere mehr.




Autorenporträt

Heinrich Heine

Heinrich Heine (1797 in Düsseldorf – 1856 in Paris), Sohn des jüdischen Schnittwarenhändlers Samson Heine, besucht von 1810-1814 das Lyzeum Düsseldorf. 1815 beginnt er eine kaufmännische Lehre in Frankfurt/Main, um diese 1816 im Bankhaus seines vermögenden Onkels Salomon Heine in Hamburg fortzusetzen. Mit Unterstützung des Onkels studiert er Jura in Bonn. 1820 geht er nach Göttingen, wird jedoch wegen eines Duellvergehens relegiert. 1821-1823 studiert er in Berlin, um 1825 wiederum in Göttingen zum Dr. jur. zu promovieren. Er tritt im selben Jahr zum evangelischen Glauben über und zieht nach Hamburg, um fortan als freier Schriftsteller zu leben. 1831 Reise nach Paris zum endgültigen Aufenthalt. 1835 Verbot seiner Schriften in Deutschland. Er stirbt am 17.2.1856 in Paris.