Weltgericht

Weltgericht

Satiren und Polemiken

Karl Kraus | Bruno Kern (Hrsg.)



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„Weltgericht“ ist ein einzigartiges Dokument über den Ersten Weltkrieg, die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Während die Mehrzahl der Intellektuellen und Schriftsteller in die besinnungslose Kriegsbegeisterung einstimmten, nahm der große österreichische Satiriker seinen einsamen Kampf auf. In seiner Zeitschrift „Die Fackel“ führt er Protokoll über die Mentalität, die diese Menschheitskatastrophe erst möglich gemacht hat. Der Band „Weltgericht“ enthält die wichtigsten Satiren und Polemiken, die Kraus während des Kriegs verfasst hat. Sein scharfes satirisches Skalpell, gegen das auch die Zensur nichts auszurichten vermochte, steht hier im Dienst eines leidenschaftlichen Pazifismus. Die Lüge, die Phraseologie und die Stupidität der Kriegstreiber und Kriegsgewinnler konfrontiert er mit dem Leid der Opfer. Gerade heute, hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, ist „Weltgericht“ eine eindringliche Mahnung vor der Barbarei des Krieges.




Autorenporträt

Karl Kraus

Karl Kraus (1874–1936) war österreichischer Satiriker. In den fast tausend Nummern seiner Zeitschrift »Die Fackel« entlarvte er wortgewaltig die Doppelmoral seiner Zeit, die Phraseologie der Presse und einen verkommenen Literaturbetrieb. Aufgrund seines großen Dramas über den Ersten Weltkrieg, »Die letzten Tage der Menschheit«, wurde er von Professoren der Pariser Sorbonne für den Friedensnobelpreis und den Literaturnobelpreis vorgeschlagen.

Dr. Bruno Kern

wurde 1958 in Wien geboren und lebt heute als freischaffender Lektor, Übersetzer und Autor in Mainz. Der promovierte Theologe und Philosoph ist unter anderem ein profunder Kenner von Franz Kafkas Zeitgenossen Karl Kraus, hat dessen Werk zum Teil ediert und eine Biografie über ihn verfasst.