Tage der Freuden

Tage der Freuden

Frühe Prosa

Marcel Proust / Ernst Weiss (Übers.)

Während zu seinen Lebzeiten sein Debut »Tage der Freuden« kaum Beachtung fand, gilt diese erste Sammlung von Erzählungen heute als Vorspiel zu Prousts bekanntestem siebenbändigem Werk »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«. Die bedeutendsten Elemente des menschlichen Lebens kommen in »Tage der Freuden« zur Sprache: Charakterentwicklung, Liebe, Einsamkeit, Krankheit, Tod, Selbstentfremdung sind nur einige Themen, denen Proust in seiner unnachahmlichen und bis heute einflussreichen Art einen Platz gegeben hat.




Autorenporträt

Marcel Proust

Marcel Proust (1871-1922) genoss eine glückliche Kindheit in Frankreich und verbrachte seine Studentenzeit in den großen französischen Salons. Ersten schriftstellerischen Versuchen folgten nach dem frühen Tod der Eltern schwere Depressionen. Proust mietet sich ein Zimmer in Versailles, das er für mehrere Monate nicht verließ. Als 1914 sein Sekretär Alfred Agostinelli – in den Proust unglücklich verliebt war – und ums Leben kommt, kehren die Depressionen zurück. Als Autor ist Proust dafür bekannt, dass der Schreibprozess für ihn nie beendet war – selbst in fertige Manuskripte griff er immer wieder ein, machte Ergänzungen oder Korrekturen.