Das Buch der fünf Ringe

Das Buch der fünf Ringe

Miyamoto Musashi

Miyamoto Musashi war der wohl legendärste Kensei (Schwertheilige) Japans. In unzähligen Duellen und Schlachten hatte er sein Geschick im Umgang mit zwei Schwertern bewiesen. Als er keine würdigen Gegner mehr fand, begab er sich im Alter von sechzig Jahren in die Einsamkeit und schrieb seine Erkenntnisse über die Kunst des Schwertkampfes nieder. Vordergründig handelt das Buch der Fünf Ringe (Gorin no sho) von den Strategien und Taktiken, die jedem Samurai als Grundlage dienen. Doch Musashis Lehre zielt, angelehnt an die fünf buddhistischen Zen-Ringe (Erde, Feuer, Wasser, Wind und Leere), über das Konkrete hinaus und lehrt Fähigkeiten, die auch für Nicht-Schwertkämpfer von Bedeutung sind: Disziplin, Ruhe und Gelassenheit im Angesicht von Herausforderungen. Er vermittelt was letztlich jede Lebenskunst auszeichnet: Die Aufmerksamkeit für den Moment und die Möglichkeit ihn wenigstens ein Stück weit zu verlängern und zu halten.

Neu übersetzt aus dem Altjapanischen von Timo Klemmer.




Autorenporträt

Miyamoto Musashi

Miyamoto Musashi (1584-1645) wurde früh von seinem Onkel in der Kunst des Duells unterrichtet. Mit 13 Jahren gewann er sein erstes Duell. Mit 16 Jahren begab er sich auf Kriegswallfahrt. Er nahm an mehreren großen Schlachten in sechs Kriegen teil und gewann angeblich 60 Duelle. Heute ist Miyamoto Musashi eine legendäre Gestalt, dessen Lebensgeschichte mehrfach verfilmt wurde und einen festen Platz in der japanischen Populärkultur hat. Seine Schwertkampftechniken der Niten-Ichiryu Schule werden heute weltweit gelehrt.