Über die belehrte Unwissenheit

Über die belehrte Unwissenheit

In der Übersetzung von Anton Scharpff

Nikolaus von Kues / Bruno Kern (Hrsg.)



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Nikolaus von Kues gilt als der erste Philosoph der Renaissance und des Humanismus. Gerade sein Hauptwerk Über die belehrte Unwissenheit markiert einen Epochenbruch und weist in vieler Hinsicht auf die Moderne voraus. Unser Wissen bleibt immer hinter dem zurück, was gewusst werden kann. Der Erkennbarkeit der Wirklichkeit an sich setzt von Kues seine „Kunst der Mutmaßungen“ entgegen. Damit wird er zum Wegbereiter Descartes, Kants und der modernen Wissenschaftstheorie. Vor Kopernikus bereits bestreitet er, dass die Erde Mittelpunkt des Universums sei, und wagt den kühnen Gedanken von der Unendlichkeit der Welt. Die Philosophie des Nikolaus von Kues eröffnet den Raum, die Welt in ihrem „reinen Weltlichsein“ zu erkunden. Ein bloß instrumentellen Ratio setzt er jedoch seine „schauende Vernunft“ entgegen.




Autorenporträt

Dr. Bruno Kern

Bruno Kern, geb. 1958, studierte Theologie und Philosophie in Wien, Fribourg, München und Bonn. Er lebt zurzeit als selbstständiger Lektor, Übersetzer und Autor in Mainz. In der von ihm herausgegebenen Kraus-Edition sind bisher erschienen: »Weltgericht«, »Die dritte Wapurgisnacht« sowie »Sittlichkeit und Kriminalität«