Der Begriff Angst / Die Krankheit zum Tode

Der Begriff Angst / Die Krankheit zum Tode

Herausgegeben und eingeleitet von Thomas Sören Hoffmann

Sören Kierkegaard

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Was haben Freiheit, Gott und geistige Existenz miteinander zu tun? Warum gehören Sünde und Erlösung zusammen? Wieso machen uns Angst und Verzweiflung zu verantwortlichen und freien Individuen?

Niemand verhandelt diese Fragen mit derselben kompromisslosen Eindringlichkeit wie Sören Kierkegaard, der große dänische Philosoph und Begründer der Existenzphilosophie. Die beiden hier versammelten Schriften Der Begriff Angst und Die Krankheit zum Tode bilden die Schlüsseltexte seiner Philosophie. Dem Einzelnen bleiben angesichts der Größe des Universums nichts als Angst und Verzweiflung, jene „Krankheit zum Tode“ wie Kierkegaard in Anspielung auf ein Bibelzitat sagt. Doch Angst und Verzweiflung sind zugleich Voraussetzung und Ermöglichungsgrund einer Freiwerdung von diesen Affekten. In einer Drei-Stadien-Theorie konzipiert Kierkegaard eine Ich-Werdung, die ihren Ursprung im Glaubensakt immer wieder neu finden muss, indem sie sich dem prekären „Gesetzt-Sein“ durch eine intellektuell nicht zu ergründende göttliche Macht anvertraut. Die Vehemenz, mit der der große dänische Philosoph dabei für den absoluten Status des Subjekts eintritt, ist bis dato beispiellos.




Autorenporträt

Sören Kierkegaard

Sören Kierkegaard wurde 1813 in Kopenhagen geboren. In seinen zahlreichen Schriften verband er theologisch-christliche Theorien mit philosophischen Reflexionen und propagierte erstmals die Existenz des Subjekts als einziges Absolutes. Er starb im Alter von 43 Jahren. Mit seinem Werk wurde er zum geistigen Begründer der Existenzphilosophie.

Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann

Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann ist Inhaber eines Lehrstuhls für Praktische Philosophie an der Fernuniversität Hagen und hat zuvor an den Universitäten Bonn und Bochum gelehrt. Er wurde 1990 mit einer vergleichenden Arbeit zu Kant und Hegel promoviert und hat sich 1999 mit einer Studie zum Begriff der Natur in der europäischen Philosophie habilitiert. 2007 hat ihm die Universität Oldenburg den Karl-Jaspers-Förderpreis verliehen. Internationale Gastdozenturen und -professuren hatte Hoffmann in Kroatien, Österreich und Argentinien inne.