Frankfurter Walzer

Frankfurter Walzer

Eine Groteske

Walter Gerlach

Frankfurt ist aus den Fugen. Verhext scheint alles, was sich in den Straßen und Häusern der Stadt abspielt: Die Goethestraße wandelt sich zum Berberboulevard; die ehemalige Börse ist zum europaweit bekannten Freudenhaus mutiert; Jonathan Coppinger, der Mann, der Schopenhauers Gesamtwerk auf eine Zeile brachte, zieht einen sprachbegabten Stoffpudel auf vier Holzrädern durch die City; die Krawatte, die Samuel Bekett einst James Joyce schenkte und die Coppingers Freund Rasmus Hirschnach in Dublin nicht ganz legal besorgte, schlägt Purzelbäume über den Dächern Bockenheims; in der „Zettelwirtschaft“ lässt Arthurs Schwafelrunde Witziges und Aberwitziges zirkulieren, aber ernst wird es, als ihre Mitglieder zu einer tollkühnen Feldberg-Expedition aufbrechen; Häuser tanzen, Hormone Tanzen, Reime tanzen. Walter Gerlachs neuer Roman bringt die Frankfurter Verhältnisse zum Tanzen, er steht unter Mephistos Walpurgisnacht-Motto: „Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt, nun sage mir, wo es was Besseres gibt.“




Autorenporträt

Walter Gerlach

Walter Gerlach, Jahrgang 1943, Autor in Frankfurt am Main. Letzte Buchveröffentlichungen (als Hg.): Dem Kuttel sein Daddel sein du. Komische Gedichte, Marix Verlag: Wiesbaden 2014 / Schwarzbuch Rassismus (zus. mit Jürgen Roth), Wallstein Verlag: Göttingen 2012.