Vom Grafensitz zur Kulturhauptstadt

Vom Grafensitz zur Kulturhauptstadt

Eine Geschichte Weimars

Albrecht Schultz

Bald wieder erhältlich für 34,00 €

Albrecht Schultz präsentiert faktenreich und anschaulich die faszinierende Geschichte der nun fast schon zum Mythos verklärten Stadt an der Ilm, die er mit dem Einzug der Weimarer Grafen vor über 1000 Jahren beginnen lässt. Der dargebotene Stoff basiert auf dem neuesten Stand der Weimar-Forschung, die in den letzten zwei Jahrzehnten eine bemerkenswert hohe Konjunktur hatte, wodurch gerade jetzt viel Neues und neu zu Bewertendes zutage gefördert werden konnte.

Das aus der Vielfalt kultureller Sternstunden resultierende Faszinosum Weimar nahm schon in vorklassischer Zeit seinen Anfang, gipfelte in der Weimarer Klassik und erstreckte sich schließlich auch auf deren gewaltige Nachwirkungen in Gestalt des Weimarer „Silbernen Zeitalters“ und „Zeitalters der Moderne“. Es ist verbunden mit großen Namen – von Cranach über Bach, die „großen Vier“, Liszt, Nietzsche und van de Velde bis Gropius. Der hohe Stellenwert des „Geistes von Weimar“ verführte im letzten Jahrhundert die politischen Kräfte zum – überwiegend missbräuchlichen – Griff nach Weimars Sternen. War die Geburtsstunde der ersten deutschen Republik 1919 hier am Ort noch eine historische Sternstunde , so zogen bald schon die Schatten der Geschichte über der Stadt auf: Sie entwickelte sich – lange vor 1933 – zu einem entscheidenden Sprungbrett Hitlers auf seinem Weg zur Macht. Die nach 1933 in den Lagern von Buchenwald begangenen Verbrechen sollten Weimar jenes für Glanz und Finsternis zugleich stehende beklemmende Doppelgesicht geben. Der Weimarer Alltag und die Spuren der Zeit des „real existierenden Sozialismus“ werden vorliegend ebenso wie diejenigen der NS-Zeit deutlich sichtbar gemacht – desgleichen die Umbrüche nach der „Wende“ von 1989/90 und Weimars Entwicklung zur Weltkulturerbestadt.




Autorenporträt

Albrecht Schultz

Albrecht Schultz ist promovierter Chemiker, geboren 1936 in Naumburg (Saale) und aufgewachsen in „Danzig-Westpreußen“ und Sachsen-Anhalt. Nach Schulabschluss in Naumburg und Studium an Freier Universität Berlin und Philippsuniversität Marburg verdingte er sich in der chemischen Industrie, verlor aber seine Geschichtsinteressen nie aus dem Auge, die ihn schließlich dem „Faszinosum Weimar“ zuführten. Persönliche Beziehungen zu Weimar ergaben sich durch häufige Besuche und die Nähe zu seiner Heimatstadt. Albrecht Schultz lebt in Wuppertal und arbeitet jetzt an einem Buch über die jahrhundertelangen politischen Gemeinsamkeiten Thüringens und Hessens.