Marianne Brandt

Marianne Brandt

Wegbereiterin des Produktdesigns

Anne-Kathrin Weise



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Als eine der bedeutendsten Gestalterinnen ihrer Zeit beeinflusste Marianne Brandt maßgeblich die Entwicklung des Designs des 20. Jahrhunderts. Das von Marianne Brandt gestaltete Gebrauchsgerät verkörpert das realisierte Programm des Bauhauses unter Gropius: funktional gestaltete, ökonomisch durchdachte und für die Serienproduktion geplante, oft auch realisierte Gegenstände. In ihrem letzten Jahr am Bauhaus hat sie kommissarisch die Metallwerkstatt geleitet, eine kaum zu überschätzende Leistung in der bisherigen Männer-Domäne. Die Entfaltung von Marianne Brandts Formgestaltung am Bauhaus zeigt exemplarisch die Entwicklung der Werkstatt von der Silberschmiedewerkstatt, wo „zur Serie geeignete Gegenstände, wenn auch völlig handwerklich“ und nur in Kleinserie hergestellt wurden, hin zu einer Modellwerkstatt für industrielle Serienprodukte, und dies auch mit der sozialen Zielsetzung, billige und schöne Produkte für den allgemeinen Bedarf zu gestalten.




Autorenporträt

Anne-Kathrin Weise

Anne-Kathrin Weise wurde in Schwerin geboren und absolvierte ein Studium der Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie 1995 in Kunstgeschichte über Leben und Werk der Bauhauskünstlerin Marianne Brandt promovierte. Dabei erstellte sie erstmals eine umfangreiche Biografie und ein Werkverzeichnis, was Grundlage wurde für weitere Forschungen. Lange Zeit lebte sie in den USA. Dort hat sie in Camphill-Einrichtungen und für das Karl König Archiv gearbeitet. Seit 2017 ist sie als Herausgeberin am Rudolf Steiner Archiv.